Schimmelschäden

Schimmelpilze sind allgegenwärtig. Wir haben uns mit einer "normalen" Schimmelpilzkonzentration in unserer Umwelt arrangiert.Probleme entstehen dann, wenn aus der normalen Konzentration an Schimmelpilzen sich eine mikrobielle Belastung entwickelt.

Die für ein Schimmelpilzwachstum erforderlichen Bedingungen (Nährboden, ph-Wert, Temperatur, Licht, etc.) sind in Innenräumen immer im richtigen Ausmaß vorhanden. Es muss jedoch auch ausreichend Feuchtigkeit vorhanden sein, damit ein Schimmelpilzwachstum gegeben ist. Schimmelpilze wachsen am besten, wenn die relative Oberflächenfeuchte bei 80 bis 98 % liegt.

Die im Zusammenhang mit einem Feuchteschaden auftretenden Schimmelpilze sind in der Lage, Allergien auszulösen. Einige Schimmelpilze sind aus gesundheitlicher Sicht als besonders kritisch zu bewerten, da diese in der Lage sind, Mykotoxine (Gifte) zu produzieren. Hierzu zählen z.B. die Schimmelpilzarten Aspergillus fumigatus, Aspergillus versicolor oder Stachybotrys chartarum.

Häufig treten bei den Bewohnern von Häusern mit einem relevanten mikrobiellem Schaden nachfolgend aufgeführte gesundheitliche Beschwerden auf:

  • Allergien

  • Atembeschwerden

  • Fieber

  • Infektionen

  • Konzentrationsstörungen

  • Kopfschmerzen

  • Müdigkeit

  • Neurodermitis

Es sollte auch berücksichtigt werden, dass bei einem Feuchteschaden nicht nur Schimmelpilze wachsen, sondern auch Bakterien. Daher sollten grundsätzlich Proben auf Pilze und Bakterien überprüft werden.

Mit dem Wissen um die Gesundheitsgefährdung durch Schimmelpilze und Bakterien kann ein Befall in Gebäuden (Wohnhäusern, Büros, Schulen, Kindergärten) insbesondere in Gebäuden mit besonderer Nutzung (Krankenhaus, Altenheim) aus medizinischer und hygienischer Sicht nicht akzeptiert werden.

Untersuchung

Baustoffe oder die Luft können auf Pilze und Bakterien untersucht werden. Bei dem Verdacht eines Schadens können unterschiedlichen Untersuchungsmethoden zur Anwendung kommen. 
 

  • Luftkeimmessung, Untersuchung der Luft auf Gesamtsporen

  • Untersuchung der Luft auf VOC oder MVOC

  • Schimmelpilzspürhunduntersuchung

  • Analyse von Material auf Pilze und Bakterien

  • Folienkontaktproben (Oberflächenkontaktproben)

  • Abklatschproben

Das Untersuchungsergebnis, die Feststellungen im Ortstermin, etwaige Mitteilungen von Bewohnern über gesundheitliche Beschwerden sowie die Analyseergebnisse der Proben sollte in einem Bericht oder Gutachten zusammengefasst werden. 

Schimmelpilzsanierung

Eine Schimmelpilzsanierung kann sehr komplex sein. Es muß z.B. eine kleinere Stelle in der Fensterlaibung saniert werden, oder bei dem nächsten Beispiel sind in einem Wohnhaus mehrere Räume, mit Ausbau der Fußbodenkonstruktion und Entfernung des Wandputzes im unteren Wandbereich, als Sanierungsmaßnahmen erforderlich.

Jeder Einzelfall muss für sich geplant werden. Es müssen teilweise auf Grund des Schadensausmaßes Sofortmaßnahmen, z.B. Abschottung der Kellergeschossräume von den übrigen Räumen, zur Verhinderung einer Verschleppung kontaminierter Raumluft in die oberen Etagen, durchgeführt werden.

In dem Sanierungskonzept müssen Angaben enthalten sein, welche Bereiche saniert werden müssen. Die Art und der Umfang der Sanierung muss erläutert werden. Es müssen Angaben zur Abschottung der zu sanierenden Bereiche angegeben werden und ob z.B. Eine Schleuse eingebaut werden muss. Es müssen Überlegungen angestellt werden, wie das ausgebaute mikrobiell befallene Material entsorgt wird, damit nicht der "Sanierer" das das belastete Material ungeschützt durch die Wohnung oder das Treppenhaus trägt.

Natürlich müssen auch die Bedürfnisse der Bewohner berücksichtigt werden. Kann eine Sanierung z.B. Abschnittsweise erfolgen, damit das Bewohnen weiter möglich ist. Teilweise können Ersatzräume geschaffen werden, oder in einem Spitzboden vorübergehend ein provisorisches Badezimmer eingebaut werden.

Leider stellen wir häufig fest, dass Schimmelpilzsanierungsarbeiten mangelhaft durchgeführt werden. Dieses ist dann oftmals der Fall, wenn "Dritte" die Sanierungsarbeiten bezahlen müssen. Statt des Ausbaus von Material, wird dann lediglich eine Desinfektionsmaßnahme durchgeführt.
Im Downloadbereich befindet sich eine Pressemitteilung des Umweltbundesamtes zum Thema "fachgerecht sanieren ohne Desinfektionsmittel"

Achten Sie darauf, dass die Schimmelpilzsanierung nur durch geschultes und qualifiziertes Fachpersonal durchgeführt wird.

Wir begleiten Sie, damit Sie zukünftig wieder gut durchatmen können !

Gründungsmitglied im Interessenverband bergbaugeschädigter Immobilienbesitzer (IVBI) e.V.
Mitgliedschaft im Netzwerk Bergbaugeschädigter für das rheinische Braunkohlenrevier e.V.
Mitglied im Bundesverband Schimmelpilzsanierung (BSS) e.V.
Mitglied im Bund Deutscher Baumeister (BDB)
Mitglied in der Ingenieurkammer-Bau NRW

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