Schicht im Schacht  -  Das Grubenwasser kommt ! Im Dezember 2018 wurde die letzte Zeche im Ruhrgebiet geschlossen und der Steinkohlenabbau an Rhein und Ruhr eingestellt.

Grubenwasseranstieg

Es wurde in der Vergangenheit das Grubenwasser im Ruhrgebiet in Tiefen bis zu über  1.000 m abgepumpt, damit die Steinkohle abgebaut werden konnte und die einzelnen Stollen nicht voll Wasser liefen.

 

Aus Kostengründen wird die RAG AG das Grubenwasser bis zu einer Höhe von ca. 450m unter Tagesoberfläche ansteigen lassen. Das heißt, die Pumpen, die sich in bis zu über 1000m Tiefe unter der Tagesoberfläche befinden, werden abgeschaltet, so dass das Grubenwasser entsprechend ansteigen wird, mit der Folge, dass an der Tagesoberfläche das gesamte Ruhgebiet Hebungen erfahren wird.

 

Mit Anstieg des Grubenwassers wird es nach einer gewissen Zeit zu Hebungen an der Tagesoberfläche führen.

Die Hebungen werden nicht konstant komplett gleichmäßig erfolgen. In Folge der nicht gleichmäßig verlaufenden Hebungen werden erneut Schäden an Gebäuden und Außenanlagen verursacht.

 

Der Grubenwasseranstieg ist eingeleitet. Es werden zukünftig neue Schäden verursacht.

 

Was sollten Sie jetzt aktuell machen ?

 

 

  • Objektdokumentation
    Es sollte eine aktuelle komplette Objektdokumentation nach Einstellung der Steinkohlenförderung erstellt werden.
    Das Gebäude (Wohnhaus, Garage, etc.) sowie Außenanlagen (Pflasterungen, Grundstücksgrenzwände, etc.) werden komplett dokumentiert. Hierbei werden die einzelnen vorhandenen Schäden mit Darstellung und Vermessung der Rissbreiten, Risslängen, Spaltmaße, etc. aufgenommen. Des Weiteren werden einzelne schadensfreie Bereiche dokumentiert.Auch schadensfreie Bereiche sollten regelmäßig dokumentiert werden, damit zu einem späteren Zeitpunkt eine zeitliche Eingrenzung hinsichtlich der Entstehung des Schadens erfolgen kann.

 

 

  • Laser-Beweissicherungsmessung
    Im Zuge des Grubenwasseranstieges wird es in einigen Bereichen zu leicht unterschiedlichen Höhenänderungen an der Tagesoberfläche kommen die zu Schäden an Objekten führen.
    Die Schieflagenänderung an den Objekten in Folge des Grubenwasseranstieges wird zukünftig sehr gering oder nicht stattfinden.

    Es sollte daher eine optimierte Gebäude-Laser-Beweissicherungsmessung in Ihrem Gebäude durchgeführt werden.
    Es werden bei der optimierten Gebäude-Beweissicherung nicht nur einzelne Gebäudeecken berücksichtigt, sondern das Verformungsverhalten der gesamten Wandlängen mittels Lasertechnik.
    Somit lässt sich zu einem späteren Zeitpunkt die Gesamtverformung des Gebäudes feststellen und stellt eine erleichterte Nachweisführung hinsichtlich der Schadensverursachung gegenüber dem Schädiger dar.

 

 

  • Radon-Messung; Radonkonzentration im Haus
    Durch den Grubenwasseranstieg wird Radongas aus dem Erdgestein gelöst und tritt     an die Erdoberfläche. Durch Undichtigkeiten der Gebäudehülle (z.B. Wand-    /Bodenrisse) gelangt das Radongas ins Gebäudeinnere. Radon führt zu Krebserkrankungen der Gebäudenutzer. Es wird empfohlen, die Gebäude in den            Bergbaugebieten auf Radonbelastung zu untersuchen.
    Für eine optimale Beweissicherung wird empfohlen, die Radonkonzentration im Gebäude vor einem Anstieg des Grubenwassers zu dokumentieren.
    Es kann anschließend, nach Einleitung des Grubenwasseranstiegs festgestellt   werden, ob eine Erhöhung der Radonkonzentration im Gebäude vorhanden ist.
     

 

Wir empfehlen Ihnen die Durchführung der drei zu vor beschriebenen Dokumentationen. Insbesondere die Objektdokumentation sowie die Laser-Beweissicherungsmessung sollte jetzt aktuell vor der Entstehung von Schäden in Folge eines Grubenwasseranstieges durchgeführt werden.

 

 

Nehmen Sie Kontakt auf, damit wir für Sie eine optimale Beweissicherung durchführen können.

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